Lernzeiten

Lernzeiten

Kompetenzentwicklung und Standardsicherung durch Schülerfokussierung – angeleitetes Arbeiten.

Ziele:

  • Lernzeiten im Vormittagsbereich – Rhythmisierung des Tagesablaufs
  • Unterstützung (optional) durch einen Hauptfachlehrer
  • Selbstorganisation der SuS im Arbeitsverhalten
  • Lernplanaufgaben, verstärktes Üben von Aufgaben aus den Anforderungsbereichen II (Anwendungsaufgaben) und III (Transferaufgaben), zusätzliche Förderaufgaben

 

Organisation:

  • im Klassenverband
  • Betreuung durch Fachlehrer
  • -9. Klasse jeweils 4stündig pro Woche
  • wöchentliche Erstellung von Lernplanaufgaben für die Schüler
  • Beschränkung auf die Hauptfächer

SMS-System

In der ersten Lernzeit der Woche prüfen die Lernzeitbetreuer, ob die Unterschrift der Eltern für die Lernzeiten der letzten Woche vorhanden ist. So notieren die Lernzeitbetreuer die Namen der Schüler und geben diese Liste bei der zuständigen Lehrkraft ab. Diese verschickt per (vorgeschriebener) SMS eine Erinnerung an die Eltern, die Unterschrift nachzuholen. Seitdem ist diesbezüglich eine positive Entwicklung zu verzeichnen.

Lernplaner- und SMS- Konzept

Verbunden mit unserem Lernzeitkonzept war die Einführung eines von der Schule zur Verfügung gestellten Lernplaners, in den die SuS ihre Lernplanaufgaben eintragen. Zusätzlich ist der Lernplaner dazu da, den SuS und deren Eltern ein Feedback über die Nutzung der Lernzeiten zu geben. Nach jeder Lernzeit beurteilen die Lernzeitbetreuer, wie gut die SuS die Lernzeit zur Erledigung ihrer Lernplanaufgaben genutzt haben. Dafür haben wir ein sehr einfaches System eingeführt:

Der Schüler erhält am Ende der Lernzeit vom Lernzeitbetreuer einen Stempel in seinen Lernplaner. Dabei bedeutet:

 

= Der Schüler hat die Lernzeit gut genutzt.

= Der Schüler hat die Lernzeit schlecht genutzt.

 

Andere Entscheidungen sind dem Lernzeitbetreuer überlassen.

 

Entscheidend ist, dass nicht nur die SuS ein Feedback über ihr Arbeitsverhalten in der Lernzeit erhalten, sondern auch die Eltern. Diese müssen ihre Kenntnisnahme der Arbeitshaltung ihrer Kinder am Ende der Woche durch ihre Unterschrift bestätigen.

 

Unsere Erfahrungen im vergangenen Jahr haben jedoch gezeigt, dass die Elternunterschriften am Wochenanfang, wenn diese von den Lernzeitbetreuern kontrolliert wurden, fehlten. Um die Kooperation mit den Eltern stärker zu fördern, führten wir das SMS-System ein.

Das Lernzeiten- und Lernplankonzept am Schulzentrum Dialog

Die Erfahrungen sowohl im Unterricht als auch bei den Lernstanderhebungen und bei den Zentralen Prüfungen haben uns in den letzten Jahren gezeigt, dass unsere SuS große Probleme damit haben, sich selbstständig zu organisieren, sich sprachlich angemessen auszudrücken und eigenständig Problemlöseaufgaben (Anforderungsbereich III) zu lösen. Die Gründe dafür sind mannigfaltig und reichen von mangelnder Unterstützung der Schüler durch ihre Eltern über zu wenig individuelle Förderung in der Schule bis hin zu einer sehr schlechten Arbeitshaltung. Der von uns in den letzten Jahren angebotene Förderunterricht im Nachmittagsbereich erwies sich als ineffektiv, so dass wir seit letztem Schuljahr einen neuen Weg gehen.

Der Tagesrhythmus wurde vom Doppelstundenkonzept auf Doppel- und Einzelstunden umgestellt, wobei sich an einem Schultag möglichst Hauptfächer und Nebenfächer abwechseln sollen. Montags bis donnerstags finden in der 6. Stunde Lernzeiten statt, die jeden Tag von einem anderen Hauptfachlehrer betreut werden. Mit diesen Lernzeiten verfolgen wir mehrere Ziele:

  1. Verlagerung der Lernplanaufgaben in den Vormittagsbereich (Lernplanaufgaben = Wochenaufgaben, die überwiegend im Anforderungsbereichen II und III liegen sollen);
  2. Unterstützung bei der Erledigung der Lernplanaufgaben durch einen Hauptfachlehrer, wenn der Schüler dies möchte;
  3. individuelle Förderung der SuS durch Förder- und Forderaufgaben, die als Lernplanaufgaben gestellt werden; es gibt also drei unterschiedliche Ebenen: Die Fachlehrer geben Lernplanaufgaben für alle SuS auf. Zusätzlich erhalten schwache SuS Förderaufgaben, die verpflichtend sind, starke Schüler können freiwillig Forderaufgaben erledigen;
  4. die SuS müssen sich selbst organisieren, d.h. lernen, sich einzuteilen, in welcher Lernzeit sie welche Aufgaben erledigen möchten und die entsprechenden Materialien dabeizuhaben. Die Sozialform können sich die SuS aussuchen, so lange im Raum eine ruhige Arbeitsatmosphäre gewährleistet ist;
  5. durch die Art der Aufgaben möchten wir erreichen, dass die SuS mehr Interesse am Unterricht entwickeln und leistungsstärker in den Bereichen Sprache und Problemlösen werden. Durch verstärktes Üben von Aufgaben aus den Anforderungsbereichen II und III werden die SuS auch besser auf das Abitur vorbereitet.

Was wir Lehrer anders machen müssen, damit wir unsere oben genannten Ziele erreichen:

  • Lehrer verfassen Lernpläne: Sie planen den Unterricht über mehrere Wochen im Voraus – was selbstverständlich nichts Neues ist – und schreiben in diese Lernpläne auch die zu erteilenden Lernplanaufgaben hinein. Dabei können sie, wenn es sich um eine Aufgabe aus dem Buch handelt, einfach auf die Seite und die entsprechende Aufgabe verweisen. Handelt es sich um Aufgaben auf einem Arbeitsblatt, so werden der Titel des Arbeitsblattes und die entsprechende Aufgabe vermerkt.
  • Die Lernpläne und die verwendeten Arbeitsblätter werden in die Ordner eingeheftet, die im Schrank neben dem Fenster im kleinen Lehrerzimmer stehen.

Vorteile dieses zunächst zeitintensiven Vorgehens:

  • individuelle Förderung durch Förder- und Forderaufgaben
  • Lernziele stehen klarer vor Augen
  • bessere Schuljahresplanung
  • besserer Überblick über das Material/ bessere Struktur
  • Kompetenzentwicklung
  • mehr Teamarbeit, d.h. Themen-/Lernplanabsprachen zwischen Lehrern, die Parallelklassen/ -kurse im selben Jahrgang unterrichten
  • einheitliche Standards bei der Erstellung von Aufgaben und Klassenarbeiten
  • bessere Schülerleistungen bei den Klassenarbeiten/Klausuren Lernstandserhebungen/ZP/Abitur durch gezieltes Üben der Transfer- und Problemlöseaufgaben
  • Material-/ Lernplansammlung, die es den Kollegen schnell ermöglicht, sich einen Überblick über unsere Standards und durchgeführte Unterrichtsreihen zu verschaffen; Kollegen wissen so, auf welche Kompetenzen sie konkret aufbauen können
  • entspannteres Arbeiten durch den Rückgriff auf die Materialsammlung – kürzere Vorbereitungszeiten bei gleichbleibendem Lern- und Lehrstandard

höhere Unterrichtsqualität!

Vorgehen bei der Erstellung von Lernplänen und der Durchführung von Lernzeiten

  • Lernplanaufgaben werden grundsätzlich von Woche zu Woche aufgegeben, z.B. von Montag zu Montag darauf, von Dienstag zu Dienstag der jeweils folgenden Woche
  • Die Lernplanaufgaben müssen überwiegend den Anforderungsbereichen II und III (Reorganisation/Transfer und Probleme lösen) entsprechen. Reproduktionsaufgaben können auch aufgegeben werden, wobei dies jedoch wesentlich seltener der Fall sein sollte als das Erteilen von Aufgaben aus den Anforderungsbereichen II und III. Vokabeln lernen ist eine zusätzliche Aufgabe und sollte nicht in der Lernzeit, sondern zu Hause erledigt werden.
  • Die SuS erhalten Lernplaner, in die sie ihre vom Lehrer erteilten Lernplanaufgaben hineinschreiben. Zusätzlich – und das ist neu – müssen sie sich jede Woche mindestens eine Zusatzaufgabe selbst formulieren und dies mit dem betreffenden Lehrer absprechen.
  • Am Ende der Lernzeit stempeln die Lernzeitbetreuer die Lernplaner der SuS, wobei ein normaler Stempel bedeutet, dass der Schüler die Lernzeit gut genutzt hat. Ein umgekehrter Stempel (Logo steht auf dem Kopf) bedeutet, dass der Schüler die Lernzeit nicht gut genutzt hat. Neben den Stempel setzen die Lernzeitbetreuer noch ihre Paraphe.
  • Die SuS müssen den Lernplaner jede Woche an entsprechender Stelle von ihren Eltern unterschreiben lassen. Das wird von den Klassenlehrern einmal pro Woche kontrolliert bzw. entsprechend eingefordert, wenn die Unterschriften nicht da sind. Damit wollen wir die Eltern mehr in die Verantwortung nehmen und sicherstellen, dass auch sie kontrollieren, ob die SuS ihre Aufgaben erledigt haben.

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